Der Met Gala 2026 hat seinen offiziellen Dresscode bekanntgegeben: „Fashion Is Art“ (Mode ist Kunst). Dies steht im Einklang mit dem Ausstellungsthema des Costume Institute, „Costume Art“ (Kostümkunst), das Kurator Andrew Bolton als Fokus auf „die Bedeutung des bekleideten Körpers in der umfangreichen Sammlung des Museums“ beschreibt. Während sich die Ausstellung auf die physische Form konzentriert, lässt der Dresscode den Gästen große kreative Freiheit. Glücklicherweise mangelt es nicht an Inspiration, denn Designer haben eine lange Tradition darin, Kunst in tragbare Kreationen zu verwandeln.

Viele Teilnehmer werden sich wahrscheinlich an bestimmten Kunstbewegungen orientieren. In den Fußstapfen von Designern wie Vivienne Westwood, John Galliano und Christian Lacroix dürften historische Epochen wie Rokoko, Barock und Renaissance beliebte Ausgangspunkte sein. Auch modernere Interpretationen sind zu erwarten: Yves Saint Laurent ließ sich 1965 (und erneut 2002) von Piet Mondrian inspirieren, während Proenza Schoulers Jack McCollough und Lazaro Hernandez in ihrem Loewe-Debüt im letzten Jahr auf Ellsworth Kelly anspielten. Und natürlich haben Marken wie Moschino, Prada und Versace die Pop Art schon lange für sich entdeckt.

Berühmte Gemälde könnten ebenfalls als direkte Inspiration dienen. **Porträt der Madame X** oder **Flaming June** wären elegante Wahlmöglichkeiten, und ein Ausflug in den Kubismus – vielleicht durch Picassos **Porträt von Dora Maar** – wäre aufregend zu sehen.

Gäste könnten das Thema „Costume Art“ auch wörtlich oder konzeptionell interpretieren. Ein herausragendes Beispiel ist Yves Saint Laurents Hommage von 1979 an Picassos Kostüme für das Ballett **Parade**. Auch Interpretationen der menschlichen Form sind wahrscheinlich, sei es durch Trompe-l’œil, transparente Kleidung, Brustpanzer oder übertriebene Silhouetten.

Die Mode selbst hat viele künstlerische Momente geliefert, auf die Bezug genommen werden könnte. Die Stufen des Met Gala sind die perfekte Bühne für dramatische Performancekunst – denken Sie an Shalom Harlows ikonischen Finale für Alexander McQueens Frühjahr-1999-Show, bei dem ihr Kleid live besprüht wurde, oder Bella Hadids aufgesprühtes Coperni-Kleid im Jahr 2023.

Im Folgenden haben wir 56 vergangene Laufsteg-Looks zusammengestellt, die zum Dresscode „Fashion Is Art“ des Met Gala 2026 passen könnten.

**Wenn Sie ein Rokoko-Romantiker sind**
Vivienne Westwood Herbst 1995

**Wenn Sie auf Barock setzen**
Christian Lacroix Frühjahr 2008 Haute Couture

**Wenn Sie für eine Renaissance-Renaissance sind**

**Wenn Sie ein Modernista sind**

**Wenn Sie es surreal mögen**

**Wenn Sie einen guten ersten Eindruck (Impressionisten) hinterlassen wollen**
Jean Paul Gaultier Frühjahr 2003 Haute Couture

**Wenn Sie ganz oben auf den Pops stehen**

**Wenn Sie das Thema „Costume Art“ ernst nehmen**
Yves Saint Laurent Herbst 1979 Haute Couture

**Wenn Sie das Thema „Körper“ ernst nehmen**

**Wenn Sie es wörtlich nehmen**

**Wenn Sie sich in Ihrer kubistischen Phase befinden**

**Wenn Sie sich in Ihrer blauen Periode befinden :(**

**Wenn Sie sich in Ihrer rosa Periode befinden :)**

**Wenn Sie die John Singer Sargent-Ausstellung geliebt haben**
Ein von **Madame X** inspiriertes Kleid von Givenchy Herbst 1995 Haute Couture

**Wenn Sie **Flaming June** verkörpern möchten**

**Wenn ein Kuss alles ist, was es braucht**

**Wenn Sie ein Dior-Botschafter sind**
Dior Frühjahr 2007 Haute Couture

**Wenn Performancekunst Kunst ist, vielen Dank**

**Wenn Sie eine leere Leinwand sind**

**Wenn Sie eine leere Leinwand sind… und Yohji tragen möchten**



Häufig gestellte Fragen
Natürlich. Hier ist eine Liste von FAQs zum hypothetischen Met-Gala-2026-Thema „Fashion Is Art“, inspiriert von 56 Laufsteg-Looks, die das Konzept perfekt umsetzen könnten.

**Das Thema verstehen**
F: Was bedeutet das Thema „Fashion Is Art“ eigentlich?
A: Es bedeutet, Kleidung als Leinwand für künstlerischen Ausdruck zu behandeln, wobei Konzepte, Handwerkskunst und Storytelling priorisiert werden, anstatt nur tragbar oder trendy zu sein. Es verwischt die Grenze zwischen einem Kleidungsstück und einem Galeriestück.

F: Ist nicht schon die gesamte High Fashion Kunst? Was macht dieses Thema anders?
A: Während High Fashion künstlerisch ist, fordert dieses Thema die Teilnehmer explizit auf, eine bestimmte Kunstbewegung, ein berühmtes Kunstwerk oder das Wesen eines Künstlers zu verkörpern. Es geht weniger um ein schönes Kleid und mehr um eine tragbare These zur Kunstgeschichte oder zeitgenössischen Kunst.

F: Was sind einige Beispiele für Kunstbewegungen, auf die ich mich beziehen könnte?
A: Denken Sie an Surrealismus, Renaissance-Gemälde, Kubismus, Abstrakten Expressionismus, Pop Art oder sogar digitale/algorithmische Kunst.

**Die Looks interpretieren – Stil**
F: Was sind die Schlüsselelemente eines Looks, der dieses Thema perfekt trifft?
A: Konzept, Handwerkskunst und Kohärenz. Der Look sollte einen klaren künstlerischen Bezug haben, unglaubliche Technik zeigen und wie eine vollständige Kopf-bis-Fuß-Vision wirken.

F: Können Sie mir ein einsteigerfreundliches Beispiel für einen Laufsteg-Look nennen, der passt?
A: Ein Kleid, das mit einem vergrößerten, verzerrten Detail eines berühmten Gemäldes wie Van Goghs „Sternennacht“ oder Monets „Seerosen“ bedruckt ist, ist ein direkter und effektiver Ansatz.

F: Was ist ein fortgeschritteneres oder avantgardistischeres Beispiel?
A: Ein skulpturales, architektonisches Kleidungsstück aus unkonventionellen Materialien, das eine moderne Skulptur oder ein Frank-Gehry-Gebäude nachahmt. Es geht darum, eine sich bewegende Kunstinstallation zu werden.

F: Geht es nur um Kleider und dramatische Outfits?
A: Keineswegs. Ein scharfer Anzug könnte ein Meisterwerk der Schneiderei sein oder Stoffe enthalten, die wie ein Piet-Mondrian-Gemälde gewebt sind. Accessoires, Make-up und Frisur sind entscheidende Teile der künstlerischen Aussage.