Vogues Buchclub ist zurück, und für unsere dritte Auswahl haben wir unsere Ray-Bans aufgesetzt, Elvis Costello läuft, und wir haben Angst, auf die Autobahn zu fädeln.

Ganz recht – wir lesen Bret Easton Ellis‘ klassischen ersten Roman, Less Than Zero. Er erschien 1986 auf der literarischen Bühne, als Ellis gerade 21 und Student am Bennington College war. Dieses kühle, eindringliche Debüt handelt von seinem Teenagerleben in Los Angeles. Geschrieben in kurzen, hypnotischen Sätzen, inspiriert von seinen zwei literarischen Helden, Joan Didion und Ernest Hemingway, konzentriert sich das Buch auf emotionale Taubheit, Drogen, Partys, die Kultur reicher Kinder und bedeutungslosen Sex.

Klingt das nach Spaß? Less Than Zero ist definitiv beunruhigend – Los Angeles hat sich selten so bedrohlich angefühlt. Aber es ist auch seltsam fesselnd in seinen Details. Es gibt Treffen bei Du-par’s und in der Galleria, Partys in Holmby Hills, Fahrten entlang der Wilshire und hinaus ins unheimliche Palm Springs. Die Filme, die im Multiplex laufen, werden genannt, ebenso wie die Lieder im Radio, die Autos, die Clays Freunde fahren, und die Kleidung, die sie tragen. Clay ist zu Weihnachten von einem ungenannten College in New Hampshire nach Hause nach Los Angeles gekommen. Er hat vier Wochen Zeit, um sich mit Freunden zu verbinden, sich von seiner vielleicht-Freundin Blair zu trennen und herauszufinden, was mit seinem Freund Julian los ist (Spoiler: nichts Gutes).

Sogar die gefürchtete Kritikerin der New York Times, Michiko Kakutani, nannte Less Than Zero „einen der verstörendsten Romane, die ich seit langem gelesen habe“. Das Buch wurde ein Bestseller, und Ellis wurde eine Art Berühmtheit, verbunden mit dem Lebensstil, über den er schrieb. Weitere Bücher folgten: The Rules of Attraction, American Psycho (vor der Veröffentlichung von seinem ersten Verlag wegen seines schrecklichen Inhalts fallengelassen, dann von einem anderen aufgenommen und zu einem Kultklassiker geworden), Glamorama, Lunar Park und andere. Im Jahr 2023 kehrte Ellis mit The Shards in die Welt von Less Than Zero zurück, das von Ryan Murphy adaptiert wird und im August auf FX ausgestrahlt wird.

Ellis ist ein hinterhältiger Satiriker, und sein distanzierter Blick auf die dunklere Seite Kaliforniens ist heute so unvergesslich wie vor 40 Jahren. „Die Menschen haben Angst, auf den Autobahnen in Los Angeles einzufädeln“, beginnt das Buch … und es lässt nicht nach. Also schnappt euch ein Exemplar – geht zu Bookshop.org und verwendet den Code Vogue15 für 15 % Rabatt – und folgt uns, während wir auf der Vogue-App Less Than Zero lesen und Geschichten dazu teilen.

Leseleitfaden (basierend auf der Vintage Contemporaries Ausgabe von 1998)
30. Juli – 6. August: S. 9 („Die Menschen haben Angst…“) bis S. 118 („Aus irgendeinem Grund glaube ich das und kurble das Fenster herunter, und wir fahren zu After Hours.“)
7. August – 13. August: S. 119 („Das Mädchen, neben dem ich sitze…“) bis zum Ende.



Häufig gestellte Fragen
Hier ist eine Liste von FAQs zu „Machen Sie sich bereit, die nächste Buchclub-Auswahl von Vogue ist Bret Easton Ellis‘ Lunar Park“



Fragen für Anfänger



F: Was ist das Buch?

A: Es ist „Lunar Park“ von Bret Easton Ellis. Es ist ein Roman, der Horror, Memoiren und Satire vermischt.



F: Ist das derselbe Typ, der „American Psycho“ geschrieben hat?

A: Ja, Bret Easton Ellis ist berühmt für „American Psycho“, „Less Than Zero“ und „The Rules of Attraction“.



F: Worum geht es in „Lunar Park“?

A: Es ist eine fiktive Geschichte über einen Schriftsteller namens Bret Easton Ellis, der von seiner Vergangenheit, seinem Vater und einem mysteriösen übernatürlichen Ereignis in seinem neuen Haus heimgesucht wird.



F: Muss ich zuerst „American Psycho“ lesen, um dieses Buch zu verstehen?

A: Nicht wirklich. Das Buch bezieht sich auf seine früheren Werke, aber man kann es als eigenständige Geschichte über Ruhm, Sucht und Familie lesen.



F: Ist es ein gruseliges Buch?

A: Es hat unheimliche, beunruhigende Momente und psychologischen Horror, aber es ist keine traditionelle Slasher- oder Geistergeschichte. Es geht mehr um Beklemmung und Paranoia.



Fortgeschrittene, tiefere Fragen



F: Ist „Lunar Park“ eine Autobiografie?

A: Nein, es ist ein metafiktionaler Roman. Die Hauptfigur teilt den Namen und die Lebensdetails des Autors, aber die Handlung ist völlig erfunden. Es ist ein Trick, den der Autor mit dem Leser spielt.



F: Warum wählt Vogues Buchclub dieses Buch aus? Es ist sehr düster.

A: Vogue wählt oft Bücher aus, die kulturell bedeutsam oder herausfordernd sind. „Lunar Park“ gilt als moderner Klassiker der transgressiven Fiktion und als kluger Kommentar zu Berühmtheit und den 1990er Jahren.



F: Was ist transgressive Fiktion?

A: Es ist ein Genre, das Grenzen überschreitet, indem es tabuisierte Themen auf rohe, oft verstörende Weise zeigt. Ellis ist ein Meister dieses Stils.



F: Ist das Buch schwer zu lesen?