Inmitten einer verhaltenen Erholung des chinesischen Luxussektors hat die Shanghai Fashion Week ihren vorläufigen Zeitplan für Herbst/Winter 2026 veröffentlicht. Die Aufstellung umfasst 66 Marken und markiert die Rückkehr international anerkannter chinesischer Designer, das anhaltende Engagement regionaler Labels aus ganz Asien sowie eine stärkere Beteiligung von Kommerzmarken.

Unabhängige Designer bilden nach wie vor das Kernstück des Programms. Eine Gruppe etablierter chinesischer Kreativer, die ihre Marken vor etwa einem Jahrzehnt gründeten, wird wieder im offiziellen Kalender vertreten sein, darunter Feng Chen Wang, Jacques Wei, Susan Fang, Xu Zhi, 8ON8 und Short Sentence. Branchenbeobachter verweisen auf eine bedeutende Entwicklung: Viele dieser Designer haben sich von experimentellen Projekten zu strukturierten Unternehmen mit wachsenden Großhandelsnetzwerken und klareren Positionen in der globalen Modewelt gewandelt. Ihre fortwährende Präsenz in Shanghai stärkt die Position der Stadt als Sprungbrett für chinesisches Designtalent, selbst während diese Marken ihre internationale Reichweite ausbauen.

Labelhood, die einflussreiche Plattform für Nachwuchsdesigner, wird erneut eine Reihe von Präsentationen ausrichten. Seit ihrer Gründung hat sie maßgeblich zur Förderung der nächsten Welle chinesischer Kreativdirektoren und avantgardistischer Stimmen beigetragen. Zu den Teilnehmern dieser Saison zählen Designer wie Mark Gong, Oude Waag und Garçon by Garçon.

Auch Kommerzmarken kehren in größerer Zahl zurück, was das wiedererstarkte Vertrauen in den heimischen Modemarkt widerspiegelt. Das in Shanghai ansässige Label HPLY wird den Hauptveranstaltungsort mit einer Show namens **Uncharted Journey** eröffnen und dabei mit skulpturalen Formen und Spitze das schafft, was es als "Märchen für Erwachsene" bezeichnet.

Die chinesische Premiummarke EP Yaying wird den Haupt-Laufstegplan mit einer Präsentation abschließen, die sich auf östliche Ästhetik und moderne Handwerkskunst konzentriert. Doch ihr Engagement geht über die Show hinaus. Die Marke wird auch Branchentalks, Einkäufer-Vorschauen auf der Messe Mode sowie öffentliche Ausstellungen während der gesamten Woche veranstalten – ein Format, das zeigt, wie chinesische Marken die Fashion Week zunehmend als Multi-Plattform-Event nutzen, um sowohl Brancheninsider als auch Konsumenten anzusprechen.

Der Zeitplan dieser Saison unterstreicht die Diversifizierung des chinesischen Modemarktes. Funktionale und technikgetriebene Bekleidungsmarken werden gemeinsam mit Labels auftreten, die chinesische Kulturästhetik neu interpretieren, und veranschaulichen, wie heimische Marken spezialisierte Nischen entwickeln, anstatt dieselben Kundengruppen anzusprechen.

Die regionale Beteiligung aus ganz Asien bleibt stark. Die koreanischen Labels YCH und Jarret werden Laufstegshows in Shanghai abhalten, während das in Seoul ansässige Label Amomento sein 10-jähriges Jubiläum mit einer Sonderpräsentation feiert. Ihre Präsenz unterstreicht den anhaltenden Austausch zwischen der chinesischen und koreanischen Modeindustrie, insbesondere bei jüngeren Konsumenten, die beide Märkte aufmerksam verfolgen.

Für viele aufstrebende asiatische Designer ist Shanghai zu einem zentralen Einstiegspunkt in das chinesische Mode- und Einzelhandelsökosystem geworden. Vietnamesische Marken wie LSOUL, die letztes Jahr auf der Shanghai Fashion Week debütierten und später einen Store in der Stadt eröffneten, werden neben dem Brautmodehaus Linh Nga Couture und dem Contemporary-Label White Ant zurückkehren.

Jenseits des Laufstegs liegt die kommerzielle Grundlage der Veranstaltung in ihrem Showroom-Netzwerk und ihren Handelsmessen. Die Messe Mode wird erneut als zentrale Geschäftsplattform dienen, während unabhängige Showrooms und Events in der ganzen Stadt Designer mit Einkäufern und Branchenprofis zusammenbringen. Zu den erwarteten internationalen Einkäufern zählen Vertreter des italienischen Boutique-Kaufhauses Antonioli und des Pariser Kaufhauses Printemps neben regionalen Einzelhändlern. Die Veranstalter stellen fest, dass die Teilnahme ausländischer Einkäufer weiter ansteigt, was Shanghais wachsende Rolle als regionales Zentrum für die Gewinnung asiatischer Modetalente unterstreicht.

Globale Marken nutzen den Anlass ebenfalls, um ihre Verbindungen zum chinesischen Markt zu vertiefen. Internationale Marken wie Maison Margiela mit ihren immersiven Installationen nutzen die Shanghai Fashion Week nicht nur als Laufsteg, sondern als breitere kulturelle und kommerzielle Plattform.



Häufig gestellte Fragen
Natürlich. Hier ist eine Liste von FAQs zum Zeitplan für Herbst/Winter 2026, die Fragen von Einsteigern bis hin zu Brancheninsidern abdecken soll.







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