„Es geht um Macht“, sagt Harriet Walter, die 75-jährige Theaterlegende, am ersten heißen Tag eines englischen Sommers, ein Finger-Sandwich in der Hand, während hinter ihr die vergilbenden Felder von West Sussex an den Zugfenstern vorbeiziehen. „Der Regimewechsel, die Moral des Krieges…“, fährt sie fort, gekleidet in ein bodenlanges Dolce-&-Gabbana-Alta-Moda-Kleid, „…die brutalen Entscheidungen, die getroffen werden müssen.“

Schauspieler Archie Madekwe beugt sich vor, gefesselt von ihrer Interpretation von Phyllida Lloyds rein weiblichem Julius Caesar, das diesen November in Stratford eröffnet, mit Walter als Brutus. Madekwe, 31, steckt bereits tief in seiner Laufzeit von Simon Stones Die Orestie an Londons The Bridge.

Als Madekwe den Schauspielern an Bord des wunderschön Art-déco-gestalteten British Pullman von Belmond – heute von der Vogue übernommen, um die Einführung eines neuen, von Baz Luhrmann und Catherine Martin entworfenen Waggons zu feiern – entgleiten lässt, dass er heimlich ein Madonna-Video mit Kate Moss und Benedict Cumberbatch gedreht hat, stürzen sie sich auf ihn, als wäre er frisches Fleisch.

Die Gruppe der Produktionen, die in dieser Geschichte vertreten sind, wird den Theaterkalender diesen Herbst prägen. Da sind Brian Cox (herrlich mürrisch in The Score, das im September nach Washington, D.C., kommt), Letitia Wright (die in dem Newsroom-Stück The Story am National auftritt), Mason Alexander Park (mit einer engelsgleichen Stimme und einer szenenstehlenden Präsenz in Broadways Viel Lärm um nichts, ab Oktober in Previews), Sadie Soverall (herausragend in der Londoner Produktion von John Proctor Is the Villain, die Anfang nächsten Jahres für eine weitere West-End-Spielzeit zurückkehrt) und Josephine Thiesen (die kürzlich Alice in einer Inszenierung von Alice im Wunderland in Hamburg spielte und bald in Tom Fords nächstem Film Cry to Heaven zu sehen sein wird).

Das Shooting ist ein Mode-Spiel: Liebende, Intriganten, Naive, Schurken, Angeber, alle unter der Regie der Fotografin Annie Leibovitz. Schauspieler Luke Thompson, der in einem Brokat-Sessel döst (und bald neben Keira Knightley in Das Leben der Anderen am Adelphi zu sehen sein wird), fasst es am besten zusammen: „Bei Film und Fernsehen bist du nicht dabei, wenn das Publikum sein Geschenk auspackt. Im Theater – dieses aufgeladene Gefühl. Es ist elektrisch.“

Er lächelt, während er Park in magentafarbener Valentino-Couture durch den Waggon schreiten sieht. „Man muss wirklich daran glauben.“

In dieser Geschichte: Make-up, Lisa Houghton; Maniküre, Michelle Humphrey; Schneiderin, Della George.

Produziert von Farago Projects. Produktionsdesign: Mary Howard. Set-Dekoration: Lee Flude.

Besonderer Dank an British Pullman, A Belmond Train, England.

**Häufig gestellte Fragen**
Hier ist eine Liste von FAQs zu diesem einzigartigen Mode- und Theatererlebnis, die von den Grundlagen bis zu spezifischeren Details reicht.

**Allgemeine Konzeptfragen**

**F: Was genau ist diese Mode-Reise auf einem Zug?**
A: Es ist ein einzigartiges immersives Event, bei dem ein Luxuszug von Regisseur Baz Luhrmann und Designerin Catherine Martin verwandelt wird. West-End-Theaterstars treten live an Bord auf, während Sie reisen, und verbinden den Glamour einer Modenschau mit dem Drama eines Live-Musicals.

**F: Wer sind Baz Luhrmann und Catherine Martin?**
A: Sie sind ein weltberühmtes Kreativpaar, bekannt für visuell atemberaubende Filme wie Moulin Rouge, Der große Gatsby und Romeo + Julia. Sie sind Meister darin, extravagante, modebewusste Welten zu erschaffen, und sie gestalten das gesamte Erscheinungsbild und die Atmosphäre dieses Zugerlebnisses.

**F: Ist das eine normale Zugfahrt oder eine Show?**
A: Es ist beides. Sie reisen auf einer echten, luxuriösen Zugstrecke, aber die Reise selbst ist die Show. Die Waggons sind wie ein Filmset gestaltet, und die West-End-Darsteller bewegen sich durch den Zug, singen und performen, während Sie unterwegs sind.

**F: Wohin fährt der Zug?**
A: Während die spezifischen Routen variieren, besteht das Konzept darin, eine malerische, stilvolle Reise durch die englische Landschaft anzubieten. Es geht weniger um das Ziel als vielmehr um das immersive Erlebnis an Bord, oft mit Abfahrt und Rückkehr nach London.

**F: Muss ich ein eingefleischter Theaterfan sein, um das zu genießen?**
A: Überhaupt nicht. Wenn Sie Mode, Design, Luxusreisen oder einfach einen einzigartigen und unvergesslichen Tag genießen möchten, werden Sie es lieben. Die Aufführungen sind erstklassig, aber das visuelle Spektakel und die Atmosphäre sind die Hauptattraktionen.

**Tickets, Preise und Logistik**

**F: Wie viel kosten Tickets?**
A: Erwarten Sie Premium-Preise. Dies ist ein luxuriöses All-Inclusive-Erlebnis. Tickets kosten typischerweise mehrere hundert Pfund pro Person, was das gehobene Catering, die Star-Darsteller und das maßgeschneiderte Design widerspiegelt. Es ist vergleichbar mit einem Top-Theaterticket plus einem Fine-Dining-Erlebnis.

**F: Was ist im Ticketpreis enthalten?**