Vor einigen Jahren begann ich, Menschen zu fragen, wie sie sich kleiden. Einige arbeiteten in der Modebranche, aber die meisten waren ganz normale Leute – Studenten, Baristas, Ladenverkäufer –, die sich einfach für ihren Alltag anzogen. Die Gespräche mit ihnen lehrten mich mehr über Stil als alles, was ich in meiner Karriere als Mode- und Kulturjournalistin gelernt hatte. Ich erkannte, wie Stil formt und widerspiegelt, wer wir sind und wie wir gesehen werden möchten. Aus diesen Gesprächen entstand schließlich mein Newsletter American Style.

Ich fühlte mich schon immer zu jungen Menschen hingezogen. Sie sind die Gruppe, die alle studieren, um herauszufinden, wohin die Kultur sich entwickelt – oder ob sie völlig verloren ist –, aber sie bekommen selten die Gelegenheit, für sich selbst zu sprechen, abgesehen von ihren eigenen Social-Media-Beiträgen. Als die Vogue mich bat, für ihr 250-jähriges Jubiläum 50 stilvolle Menschen in den gesamten Vereinigten Staaten zu finden, wusste ich, dass ich jungen Amerikanern aus dem ganzen Land die Chance geben wollte, zu teilen, was Stil für sie bedeutet. Bewerbungen kamen von überall her, von Kentucky bis Puerto Rico. Ihre Inspirationen reichten von Georgia O'Keeffe und Pinterest bis hin zu transzendentaler Meditation und, sehr oft, ihren Müttern und Großmüttern.

Nachdem wir die Auswahl auf 50 Finalisten eingegrenzt hatten, reiste ich nach Minnesota und Alabama, um zwei von ihnen zu porträtieren. Erster Halt: die Vororte von Minneapolis, wo ich den 19-jährigen Owen Peters traf. Er wird genauso sehr von den Verbindungsstudenten seiner Universität inspiriert wie von Jackie O. Dann ging es nach Birmingham, um Chelsi Banks zu treffen, ebenfalls 19, die auf dem Mode-Twitter begann und während COVID ihren persönlichen Stil entwickelte.

Bei der Auswahl der Finalisten fühlte ich mich inspiriert – wenn auch ein wenig überwältigt – von Seite um Seite erstaunlicher Outfits. Kürzlich fragte mich jemand, wie ich entscheide, wen ich in American Style vorstelle. Ich sagte ihr, es sei eine Mischung aus Signalen, die fast unmöglich in Worte zu fassen sei. Oft fühle ich mich zu Outfits hingezogen, die durchdacht, unerwartet wirken oder etwas ansprechen, worüber ich bereits nachdenke. Aber meistens ist es das Gefühl, so etwas noch nie zuvor gesehen zu haben – selbst wenn der Look trendig oder klassisch ist. Das gilt für jeden der 50 Finalisten in American Style x Vogue. Es ist dieses Gefühl, dass ich dieses Outfit nicht hätte zusammenstellen können, weil ich nicht du bin.



Häufig gestellte Fragen
Hier ist eine Liste häufig gestellter Fragen zu Biz Sherberts landesweiter Suche nach 50 stilvollen jungen Amerikanern, verfasst in einem natürlichen Ton mit klaren Antworten.







Anfängerfragen



1 Wer ist Biz Sherbert?

Biz Sherbert ist eine Schriftstellerin, Redakteurin und Modejournalistin. Sie ist bekannt für ihre Berichterstattung über Streetstyle und Jugendkultur und schreibt darüber, wie Mode Persönlichkeit und Ort widerspiegelt.



2 Was genau ist das Projekt „50 stilvolle junge Amerikaner“?

Es ist ein Roadtrip- und Reportageprojekt, bei dem Biz durch die USA reiste, um 50 junge Menschen mit einzigartigem persönlichem Stil zu finden und zu interviewen. Sie wollte zeigen, was Stil außerhalb großer Modestädte wie New York bedeutet.



3 Warum 50? Entspricht das der Anzahl der Bundesstaaten?

Ja, genau. Sie wollte in jedem Bundesstaat eine stilvolle Person finden, um die Vielfalt des amerikanischen Stils von Küste zu Küste zu repräsentieren.



4 Wie hat Biz Sherbert die Personen ausgewählt, die sie vorgestellt hat?

Sie hat nicht einfach Models oder Influencer ausgesucht. Sie suchte nach echten Menschen mit einem starken Sinn für persönlichen Stil – Menschen, die sich so kleiden, dass es eine Geschichte darüber erzählt, wer sie sind, wo sie leben oder was sie lieben.



5 Ist das ein Buch, ein Zeitschriftenartikel oder ein Social-Media-Projekt?

Es begann als Beitrag für die New York Times und erschien auch auf Instagram und anderen Plattformen. Es ist eine Mischung aus geschriebenen Porträts und Fotografien.







Fortgeschrittene Fragen



6 Welche Orte hat Biz auf ihrer Reise besucht?

Sie besuchte Städte, Kleinstädte und ländliche Gebiete – Orte wie Portland (Maine), ländliches Montana, Austin (Texas), Detroit (Michigan) und sogar winzige Städte, von denen Sie noch nie gehört haben. Das Ziel war, nur große Küstenstädte zu vermeiden.



7 Hat sie die Leute nur fotografiert oder auch interviewt?

Beides. Jedes Porträt enthält ein kurzes Interview über ihre Stilinspirationen, wo sie einkaufen und was ihre Kleidung ihnen bedeutet. Die Fotos zeigen sie in ihrer natürlichen Umgebung.



8 Was ist die Hauptaussage oder Erkenntnis aus dem Projekt?

Dass Stil nichts mit Trends oder Geld zu tun hat – sondern mit Kreativität, Identität und Gemeinschaft. Das Projekt stellt die Idee in Frage, dass man in einer Modehauptstadt leben muss.